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Devisenhandel unter der Lupe und die Steuer

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Devisenhandel

Angesichts des anhaltenden Währungsverfalls des Euro und der katastrophalen Staatsverschuldung in Griechenland, Spanien und Portugal fragen sich viele: Gibt es legale Möglichkeiten zum Ausweichen in eine andere Währung und kann ich damit auch wirklich Geld verdienen.

In der Tat: Seit 2009 ist es wesentlich einfacher, Geld im europäischen Ausland anzulegen.

Inhaltsangabe
Devisenhandel unter der Lupe
Abgeltungsteuer beim Daytrading
Keine komplexen Substanzbewertungen wie bei Firmenbilanzen
Fazit
Quellen der Recherche
devisenhandeln.org
boersenlexikon.faz.net
rechnungswesen-verstehen.de

Viele eröffnen beispielsweise ein Depositokonto in Schweizer Franken. Lesen Sie deshalb mehr wie die Zinsen und Kursgewinne versteuert werden und wie man dadurch sein Kindergeld clever investieren kann. Interessanterweise nutzen interessierte Kreise die aktuelle Diskussion um Uli Hoeneß, um von den Problemen des Euro abzulenken und die Gelder möglichst im Inland zu halten. Genau deshalb sind diese Informationen wichtig, auch wenn sie keine Steuerberatung darstellen oder ersetzen können. Das Jahr 2009 markierte Zeitenwende in der Besteuerung von Zinsen und Kapitalgewinnen. Das bisherige System der Versteuerung nach dem individuellen Steuersatz wurde durch die Abgeltungsteuer ersetzt. Diese wird ausnahmslos auf alle Kapitalerträge erhoben und funktioniert in folgenden Schritten:

1.) Es gilt das Zuflussprinzip: In dem Moment, in dem der Gewinn beim Privatanleger entsteht, gibt es eine Steuerpflicht
2.) Die Bank behält automatisch den für die Steuerbehörden vorgesehenen Betrag (beispielsweise 25 % plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) ein
3.) Der Gesamtbetrag der Steuern wird von der Bank an die Steuerbehörden beispielsweise als Summenzahlung für deutsche Staatsbürger überwiesen ohne den einzelnen Steuerzahler zu nennen
4.) Der Privatanleger bekommt eine Steuerbescheinigung
5.) Im Regelfall braucht er nichts weiter zu tun. Lediglich bei Selbständigen ist diese Information für die Berechnung der Krankenversicherung von Bedeutung.
Abgeltungsteuer konkret bei langfristiger Anlage in Fremdwährungen

Die beiden Fälle „Führung eines Fremdwährungskontos in Deutschland“ oder Führung im EU-Ausland sind praktisch gleich. Der Anleger tauscht seine Heimatwährung – den Euro – in die Fremdwährung um und hofft auf eine saftige Rendite bestehend aus der jährlichen Verzinsung und den Kursgewinnen.

Alle diese Kapitalerträge unterliegen – unter Abzug des Sparerfreibetrages bzw. Sparerpauschbetrages – der Abgeltungsteuer. Hier wirkt wieder das Zuflussprinzip: Während die schwankenden Währungen den Saldo jeden Monat verändern, wird für diese Schwankungen keine Abgeltungsteuer fällig. Erst dann, wenn wirklich die Gewinne durch Verkauf der Fremdwährung realisiert worden sind, wird die Steuer fällig. Denn vorher können ja noch Gewinne oder Verluste entstehen und eine Besteuerung wäre nicht sinnvoll.

Die auflaufenden Zinsen werden jeweils am Zinsstichtag dem Konto gutgebucht und abzgl. der auf sie entfallenden Abgeltungsteuer dem Kunden gutgeschrieben. Die Abgeltungssteuer wird dann an den deutschen Fiskus überwiesen. Bei einer Zinsgutschrift pro Quartal können Sie anhand der in Euro umgerechneten Beträge die Wertentwicklung sehr gut nachverfolgen.

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Abgeltungsteuer beim Daytrading

Insbesondere seit dem Auftreten von Direktbrokern und der Investitionsmöglichkeit in Währungsderivate gibt es auch viele Privatkunden, die in Fremdwährung investieren. Diese nutzen dabei die Chartanalyse oder aktuelle zu erwartende Kennzahlen, um die Währungsschwankungen bereits in der Höhe von ein paar Cent für die nachhaltige Mehrung des Reichtums zu nutzen.

Auch hier hat sich die Rechtslage im Jahr 2009 geändert. Vorher gab es eine sogenannte Spekulationsfrist: Privatanleger mussten Anlagen, die kürzer als diese Frist gehalten wurden, versteuern. Wer dagegen seine Anlagen über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr hielt, konnte die Kursgewinne steuerfrei vereinnahmen.

Der große Vorteil jetzt ist die Senkung des Steuersatzes auf einheitlich 25 % (plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) für alle Anlagen. Aus Sicht des schnellen Handels mit Devisen ist es also eine Senkung des Steuersatzes. Lediglich aus Liquiditätssicht ist eine leichte Verschlechterung zu konstatieren: Während die Steuer auf Kursgewinne erst nach Abgabe der Steuererklärung – oftmals Mitte des nächsten Jahres erhoben werden konnte, wird sie heute gleich bei Anfallen der Kapitalerträge berechnet und abgezogen.

Keine komplexen Substanzbewertungen wie bei Firmenbilanzen

Ein weiterer Vorteil der Besteuerung von Fremdwährungstransaktionen bei Privatkunden ist der Wegfall der komplexen Regelungen zur Bestandsbewertung zum Jahreswechsel. Wenn Sie an die Besteuerung von Unternehmen denken, dann wird zum Jahreswechsel eine Bilanz erstellt. Dabei kommen ganz komplizierte Gewinnbewertungsregelungen zum Einsatz wie ein Wertaufholungsgebot im Anlagevermögen oder in anderen Fällen des Einkaufswertprinzips. In vielen Fällen kommt es dann zu sehr komplexen Berechnungen. Da es in Deutschland keine Vermögensteuer gibt, hat der Kontoauszug zum Jahreswechsel eher informatorischen Charakter. Hier steht, wie viel die Investments am 31. Dezember wert sind und der Anleger kann für sich selbst schon einmal den Jahreserfolg berechnen.

Die eigentliche Besteuerung ist ja schon durch die Abgeltungsteuer passiert. Dennoch bekommen die Privatanleger von der kontoführenden Bank eine Mitteilung über die Gewinne und die abgeführten Steuern. So hat jeder Anleger meistens Mitte März des Folgejahres einen vollständigen, zusammengefassten Überblick.

Fazit

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass aus steuerlicher Sicht nichts gegen das Investment in Fremdwährungen oder deren Handel spricht. Wer sich bewusst ist, dass er damit aber auch gleichzeitig eine neue Stufe der Rendite-Risiko-Kurve erklimmt, der kann sehr viel Nutzen aus diesem Investment ziehen!

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Thomas Weißenfels

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